Laterne
Er
der Freund des Feuers
las die Bitternis des Weges
wie wird die Welt ihm zur Nacht
sah Anfang und Gesicht zu seiner Poesie
wie als Weg, als Buch
als Horizont der Tage
er sah in das Gesicht
das kommt
er
der
sah
was klar ist
an einzelnen tagen
fällt langsam
zu erde
zersplittert dort rasch
und steigt empor
mich lügenhaft umnebelnd
kein ende in sich
doch
liebe lässt tauen
was die kälte verbricht
nächtliches dunkel
am anfang
das ende das ende
wann endlich beginnt
verloren in der süße des seins
springt auf es als krankes leben
kennt oben nicht und unten
weder zeit noch traum
und keines windes richtung
fällt nur und fällt
und weiß auch nichts davon
sein schwebend sein
zieht stetig leis zur erde
es ist wohl göttlich der wille
denn sein aufprall ist stille
ein todesbringer, ein minnesänger
im schönsten kleid seit anbeginn
der mensch aber sagt jetzt ist es hin
Kind, du wirst leben, wenn ich nicht mehr bin.
Es ist nicht Glück, nicht Schmerz, nicht Ernst, nicht Spiel.
So hör mir zu, gib deinem Leben selbst den Sinn,
fließ mit dem Strom des Seins, das ist das Ziel.
Die Brücke ist es zwischen Stille und Ruh,
unter dem Bogen fließt das ewige Sein.
Das Leben erhebt sich, dort fällt es zu,
dein Bild im Wasser nur flüchtiger Schein
Lass ab von allem, das dich hindert am Fließen,
du bist nur ein Tropfen, der tanzet darin.
Sei hell und lebendig, versuch zu genießen,
du fließt ja im Strome, egal auch wohin.
Doch nichts freut dich mehr, entzückt im Vertrauen
als in den Strom und dich darin als Ganzes zu schauen.
Ich vergaß meinen Namen,
bin nicht von Dingen gefangen,
fall sozusagen aus jedem Rahmen
und liebe meine Freiheitsspangen.
Bin ungeboren, doch existent
und herrsche über Zeit und Raum,
nichts Menschliches ist mir noch fremd,
es ist ein Leben wie im Traum.
Ich tue nur, was ich im Leben
so tun muss, ganz einfach eben.
Es gibt die Angst vorm Tode nicht,
ein ungeborener stirbt ja nicht.
Die Zeit ist um, drum ist jetzt Schluss,
zurück zum Fleisch, zum Blut, zum Kuss.